Verhandlungen statt Eskalation

Die Gesellschaft Schweiz-Russland (GSR) setzt sich seit beinahe 100 Jahren für ein friedliches Zusammenleben und Verständigung zwischen den Kulturen ein. Anlässlich ihrer Reaktivierung 2020 hat die GSR die Förderung und Pflege gegenseitiger Kontakte zwischen den Menschen aus Russland und der Schweiz definiert, weil diese eine wichtige Voraussetzung für Verständnis und gegenseitigen Respekt zwischen Menschen verschiedener Kulturen sind.

Dass das fortwährende Drehen an der Eskalationsschraube nicht zu Frieden führt, ist offensichtlich. Auch dieser Konflikt wird nur durch Verhandlungen gelöst werden können. Je länger damit zugewartet wird und je mehr Waffen geliefert werden, desto mehr Menschen sterben, desto grösser sind die Schäden und desto tiefer sind die Wunden, die sich auftun und die später mit grossem Aufwand wieder geheilt werden müssen.

Die GSR sieht sich regelmässig mit Forderungen nach Statements, Distanzierungen, Verurteilungen und zu allen möglichen «Bekenntnissen» konfrontiert. Das Präsidium widersetzt sich Versuchen, die GSR zu instrumentalisieren und wird am eingeschlagenen Kurs festhalten. Was es aus Sicht der GSR zum gegenwärtigen Konflikt in der Ukraine zu sagen gibt, hat sie in verschiedenen Statements festgehalten, die im online-Archiv nachgelesen werden können.

An konkreten Aktivitäten sind unter anderem Kulturreisen nach Russland geplant, es soll ein Austausch Studierender aufgebaut und die Zusammenarbeit von Kulturinstitutionen aus beiden Ländern gefördert werden. Leider kann die GSR ihre vorgesehenen Aktivitäten zum persönlichen und kulturellen Austausch unter den gegenwärtigen Bedingungen nur schwer realisieren. 

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