Traditionelle russische Küche

Eine kulinarische Reise mit Blinis, Soljanka, Mantis und vielem mehr durch die Küche Russlands.

Die Foodbloggerinnen Anna Matershev und Lena Kruglova nehmen Sie in diesem Kochbuch mit auf eine kulinarische Reise durch ihre Heimat. Neben Klassikern wie Borsch, Pelmeni, Soljanka, Bliny und Salat Olivier bringen Ihnen die Autorinnen auch mit weniger bekannten Köstlichkeiten wie der Fischsuppe Ucha oder den Kartoffelpuffern Draniki die Vielfalt der Küche Russlands näher.

Ob gefüllte Teigtaschen Manty, Kohlrouladen Golubzi oder Schichttorte Napoleon – bei den 100 traditionellen Rezepten ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Weltgeschichte auf der Dorfbühne

Im Oktober 1799 überquerte General Suworow mit seiner russischen Armee von Elm her kommend den Panixerpass und kam mit 15’000 ausgehungerten Soldaten im Dorf Pigniu/Panix an, das damals etwa 70 Einwohner zählte. Die Armee verursachte grosses Elend. Eigentlich war es ein tragisches Ereignis. Und dennoch: Es lebt weiter und interessiert die Panixer noch heute, aber auch viele andere, in Graubünden, im Glarnerland, in der übrigen Schweiz und darüber hinaus. Es ist die Faszination der grossen Geschichte und der vielen kleinen Geschichten, die darüber erzählt werden.

«Wer dieses Buch in einem Zuge liest, wird eine Gesamtschau erhalten, die ihresgleichen sucht: Die Leser schauen ihm in die Augen, dem Hunger der russischen Soldaten, sie empfinden sie, die Not der ausgeraubten Panixer, sie spüren ihn, den Hauch der Weltgeschichte.

Aus dem Vorwort von Jürg Stüssi-Lauterburg

111 Gründe Russland zu lieben

Es gibt ja Menschen, die meinen, man könne Russland gar nicht verstehen. Man müsse an das Land einfach glauben. Das mag stimmen, wenn man es gleich in seiner ganzen Grösse von der Ostsee bis zum Pazifik, vom Schwarzen Meer bis zum Arktischen Ozean in Angriff nimmt. Aber man muss ja nicht gleich alles lieben und kann viele kleine und grosse, eben 111 Gründe finden: die Grossherzigkeit vieler Menschen, den fantastischen Baikalsee, die überwältigende Liturgie der orthodoxen Kirche oder einfach nur die mitunter unendlich scheinende Weite des Landes.

Und dann gibt es noch die bittersüssen Gründe, bei denen einem, wie man in Russland sagt, «die Seele wehtut». Denn zum Schluss ist Russland ein Land wie viele andere auch. Vielleicht ein bisschen grösser, aber genauso widersprüchlich – und eben deshalb liebenswert.

Du weisst mich jetzt

Auf dem Dachboden der Eltern stösst Beatrice Schmid auf ein wahres Fundstück: Dokumente ihrer Grossmutter Marie und ihrer Grosstante Paula. Es sind Briefe, Fotos, Artikel und andere Unterlagen, in denen sich die Katastrophen sowie die bedeutenden Emanzipationsbewegungen des 20. Jahrhunderts widerspiegeln.

Die eine, Paula, emigriert in den Anfangsjahren der Sowjetunion aus Basel nach Moskau, um am Aufbau einer neuen Gesellschaft mitzuwirken, blutjung und frisch verheiratet. 1937 wird ihr Mann erschossen, ihre zweijährige Tochter in ein Heim gesteckt, und sie kommt in den Gulag. Nach Stalins Tod wird sie rehabilitiert und findet ihre Tochter wieder. Trotz allem verbleibt sie in der Partei und verliert ihre Zuversicht nicht. Die andere, Marie, wird mit elf Jahren Waise und muss als Magd dienen. Sie wird Hilfsarbeiterin in Basel, sozialisiert sich politisch und ist bis zur Heirat mit Paulas Bruder stolz auf ihre Unabhängigkeit.

Sie beginnt zu schreiben, veröffentlicht Artikel und setzt sich mit ihrem tiefen Gerechtigkeitsempfinden für die Rechte der Frauen ein. Das Schicksal ihrer Schwägerin lässt sie 1956 mit Protest aus der Partei der Arbeit austreten.

Beatrice Schmid nimmt uns mit auf ihre Recherchereise. Sie beschreibt, wie sie das Leben und Erbe ihrer engagierten Vorfahrinnen entdeckt, deren mutige Lebensgeschichten einen nicht mehr loslassen.

Russland aus der Ferne ….

Kurz nach der ersten Russischen Revolution macht sich der junge Liestaler Alfred Gysin auf die Reise, um von 1906 bis 1907 in der ukrainischen Region Donbass bei einer Unternehmerfamilie als Hauslehrer zu arbeiten. In den Briefen an seine Angehörigen in der Schweiz berichtet er begeistert vom Leben in der neuen Heimat, schwärmt von der Vielfalt der Kulturen und träumt von einer beruflichen Zukunft im «wilden Osten». Die faszinierenden Selbstzeugnisse ruhten Jahrzehnte in einem Basler Familienarchiv und werden hier erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die reich illustrierte Edition wird durch eine Sammlung historischer Essays ergänzt, die die Hintergründe von Gysins Russlandabenteuer beleuchten. Die Spuren führen von der Geschichte der schweizerisch-russischen Beziehungen über die internationalen Verflechtungen der Abstinenzbewegung bis hin zu den zeitlosen Träumen eines jungen Menschen von einem Leben in der Fremde.
​Über den Herausgeber:

Frithjof Benjamin Schenk (* 1970) ist Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Basel. Der vorliegende Band ist das Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojektes mit Studierenden.

Freddie Röckenhaus – Russland von oben

275 Abbildungen ermöglichen einen aussergewöhnlichen Blick auf die vielfältigen Landschaften, Städte und Wildtiere Russlands.

Nach dem grossen Erfolg der Serie «Deutschland von oben» – inzwischen fünf Staffeln und ein Kinofilm – und der vielfach ausgezeichnete Dokumentation «Zugvögel» hat sich die Filmcrew von colourfield nach Russland aufgemacht.

Für dieses Abenteuer haben sie das riesige Land von Sankt Petersburg bis Wladiwostok durchquert. Dabei sind ihnen spektakuläre und einzigartige Aufnahmen dieses schier unendlichen Landes gelungen

Jens Mühling – mein russisches Abenteuer

Weit hinter Moskau liegt das echte, das «russische» Russland.

Fast ein Jahr lang reist Jens Mühling durch Russland und porträtiert aus ganz persönlicher Perspektive eine Gesellschaft, deren Lebensgewohnheiten, Widersprüche, Absurditäten und Reize hierzulande nach wie vor wenigen vertraut sind. Auf seiner Reise erlebt er unglaubliche Begegnungen: Eine Einsiedlerin in der Taiga, die erst als Erwachsene erfahren hat, dass es jenseits der Wälder eine Welt gibt. Ein Mathematiker, der tausend Jahre der russischen Geschichte für erfunden hält. Ein Priester, der in der atomar verseuchten Sperrzone von Tschernobyl predigt. Ihre Lebensgeschichten fügen sich zu einem faszinierenden Porträt der russischen Seele

«Das Buch von Jens Mühling ist eine spannende und lehrreiche Reise durch das altertümliche und moderne Russland. Obwohl die russische Seele wohl immer unbegreiflich bleiben wird, werden die Leser dem Geheimnis etwas näher auf die Spur kommen.»  www.russlandjournal.de

Gusel Jachina – Wolgakinder

n der Weite der Steppe am Unterlauf der Wolga siedeln seit dem achtzehnten Jahrhundert Deutsche.1916 führt Jakob Bach in dem kleinen Dorf Gnadental ein einfaches Leben als Schulmeister, das geprägt ist von den Rhythmen der Natur. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er sich in Klara verliebt, eine Bauerntochter vom anderen Ufer der Wolga. Doch ihre Liebe kann sich den Ereignissen nicht entziehen, die die Revolution und die Gründung der Deutschen Republik an der Wolga mit sich bringen.

Die Übersetzung wurde gefördert vom Institut for Literary Translation, Russland.

«Gusel Jachina fesselt ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite.» Neue Zürcher Zeitung

Hans Hofbauer Feindbild Russland

Hannes Hofbauer verfolgt das Phänomen der Russophobie zurück bis ins 15. Jahrhundert, als der Zar im Zuge der kriegerischen Reichsbildung gegen Nordwesten zog. Es ging um Herrschaft, Konkurrenz und Meereszugang. Der Kampf um reale wirtschaftliche und (geo)politische Macht wurde auch damals schon ideologisch begleitet: Der Russe galt seinen Gegnern als asiatisch, ungläubig, schmutzig und kriecherisch, Stereotypen, die sich über Jahrhunderte erhalten haben.

Das Feindbild-Paradigma zieht sich wie ein roter Faden durch die Rezeption Russlands im Westen. Aktuell reagiert diese empört auf die Politik des Kreml, der mit der Machtübernahme Wladimir Putins innenpolitisch auf Konsolidierung und aussenpolitisch auf Selbständigkeit setzt. Die Wegmarken der neuen Feindschaft sind zahlreich.

1917. Revolution. Russland und die Schweiz

1917 kommt es in Russland zu zwei Revolutionen, die sich einschneidend auf das Land und das Weltgeschehen auswirken. Zu dieser Zeit leben tausende Schweizerinnen und Schweizer in Russland – Unternehmer, Bauern, Lehrerinnen. Umgekehrt halten sich russische Künstler, Intellektuelle und Sozialisten in der Schweiz auf, auch Lenin. Es gab vor und nach der Oktoberrevolution vielseitige Verflechtungen der Schweiz mit den revolutionären Ereignissen in Russland. Sie werden mit acht umfangreichen Beiträgen und einem grosszügigen Bildteil in diesem Band ausgelotet, der anlässlich einer Sonderausstellung des Schweizerischen Nationalmuseums zum 100. Jahrestag der Russischen Revolution erscheint.